Warum Winfried Kretschmann der Automobilindustrie keinen Gefallen tut.

Die Parteigänger der Grünen verstehen sich als Vorreiter einer ökologisch verträglichen Zukunft, in der die Gesellschaft auf nachhaltige Weise mit Ressourcen umgeht. Diese Haltung spiegelt sich in vielen Entscheidungen der Partei wider und ist vor allem in vielen Strömungen der Partei Konsens. Umso erstaunlicher, was Winfried Kretschmann auf dem Parteitag der Grünen am vergangenen Wochenende in einem Hintergrundgespräch von sich gegeben hat.

Are we still beta? (Yes, of course.)

Nun ist einige Zeit in diesem Weblog wenig passiert. Zeit für einen kleinen, inhaltlichen Relaunch, denn das Thema Elektromobilität ist weder langweilig, noch uninteressant. Wir stehen vor nichts geringerem, als vor einer echten Revolution. Und das betrifft nicht einfach nur die Autos, die dann elektrisch angetrieben werden, sondern die gesamte Mobilität. Zeit für ein Umdenken.

Gibt Porsche nun elektrisch richtig Gas?

Gute Nachrichten aus dem Volkswagen-Konzern sind derzeit rar. Da macht eine spektakuläre Mitteilung der Porsche AG am gestrigen Freitag umso größere Wellen. Porsche möchte in den nächsten fünf Jahren den Heimatstandort in Stuttgart-Zuffenhausen weiter stärken und das mit einem reinen Elektromobil. Nicht weniger als den Einstieg in die Premiumklasse, so das Motto. Freilich eine Ankündigung, der nun erst einmal echte Herkules-Taten folgen müssen.

General Motors und seine zukünftige E-Mobil-Strategie.

Mit dem Chevrolet FNR hat General Motors dieses Jahr auf der Shanghai Auto Show ein Konzeptfahrzeug mitgebracht, das so gar nicht zu General Motors passen will. Und auch wenn der FNR mit großer Sicherheit so nie die Händler-Showrooms erreichen wird, zeigt das Konzept letztlich mit dem darin konzipierten Elektroantrieb, dass E-Mobilität in Detroit nicht einfach nur ein Wort ist. In Sachen Elektromobilität können die Leute der Motorcity durchaus Kompetenzen nachweisen, auch durch Serienfertigungen von etablierten Modellen. Ein Blick auf das, wo General Motors in Sachen Elektromobilität steht.

Ex-Daimler-Chef Edzard Reuter hält Tesla für einen Witz.

Bemerkenswerte Äußerungen hat der frühere Daimler-Vorstandsvorsitzende Edzard Reuter im Bezug auf die Marktführerschaft der deutschen Automobilindustrie in Sachen Elektromobilität in einem Interview mit dem Radiosender SWR1 von sich gegeben. Die deutsche Automobilindustrie brauche sich „technologisch mit Sicherheit nicht verstecken“ und der kalifornische Elektroautohersteller Tesla sei „ein Witz“ und „nicht Ernst zu nehmen“ im Vergleich zu großen Automobilunternehmen.

Honda stellt neues Brennstoffzellenfahrzeug in den USA vor.

Honda kann zweifellos sehr stylische und zeitlose Autos zeichnen und auch bauen. Mit dem nun auch in den USA offiziell vorgestellten FCV Concept zeigt Honda, dass sie es mit dem Nachfolger des eher bescheiden aussehenden FCX Clarity wirklich ernst meinen. Auch wenn die Bilder von einem Konzeptauto stammen und bis zur Serienfertigung noch die ein oder andere Designidee dem Rotstift zum Opfer fallen dürfte – langweilig ist anders.

Toyota öffnet seinen Patentpool in Sachen Brennstoffzelle.

Nach Tesla Motors öffnet nun auch der japanische Autohersteller Toyota seinen Patentpool und gestattet anderen Autoherstellern und Partnern einen lizenzkostenfreien Zugriff darauf. In diesem Patentepaket befinden sich neben Patenten zur Technologie der Brennstoffzelle auch weitere Patente zur Speicherung von Wasserstoff im Fahrzeug und für ergänzende Kontrollsysteme. Ergänzt wird der Pool noch mit Patenten, die sich mit Technologien an Wasserstofftankstellen befassen.

Autonachsorge 2.0: Tesla Roadster 3.0.

Der kalifornische Elektroautohersteller Tesla Motors setzt wieder einmal Maßstäbe in der Automobilproduktion und schaut nicht zu, dass aus seinem ehemaligen Flagschiff Tesla Roadster kontrolliert Alteisen wird, sondern wird ab 2015 ein exklusives Upgrade-Kit für den Roadster anbieten. Die Preise hierfür sind noch nicht bekannt, aber klar dürfte sein, dass dieses Kit signifikant den sowieso überdurchschnittlichen Wert von gebrauchten Tesla Roadster weiter erhalten dürfte. Der Start eines Umdenkens auch für andere Autohersteller?

Ein Tesla Model S gegen einen Ferrari 575.

Das Drehmoment elektrischer Antriebe ist einer der größten Reize, die elektrisch angetriebene Autos ausüben. Während herkömmliche Verbrennungsmotoren die Motorleistung erst nach und nach aufbauen können, stellen Elektromotoren eine angeforderte Maximalleistung nahezu sofort zur Verfügung. Das hat ein Besitzer eines Tesla Model S dazu genutzt, um einmal gegen den Fahrer eines Ferrari 575 einen Vergleich im Kavalierstart anzutreten.

Broken by design: Das Elektromobilitätsgesetz.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt feierte den Entwurf des Elektromobilitätsgesetz, der Ende September präsentiert und daraufhin vom Bundeskabinett abgesegnet wurde, eher zaghaft, als er unter anderem verlautbaren ließ, dass mit dem Gesetz die Bundesregierung „zusätzliche Anreize für Elektromobilität schaffe“. Kommunen könnten künftig entscheiden, wie sie Elektroautos vor Ort begünstigen wollen, so Dobrindt weiter. Können, dürfen. Häufig verwendete Begriffe in einem Entwurf, der das Wort „Gesetz“ eigentlich nicht verdient.