Are we still beta? (Yes, of course.)

Nun ist einige Zeit in diesem Weblog wenig passiert. Zeit für einen kleinen, inhaltlichen Relaunch, denn das Thema Elektromobilität ist weder langweilig, noch uninteressant. Wir stehen vor nichts geringerem, als vor einer echten Revolution. Und das betrifft nicht einfach nur die Autos, die dann elektrisch angetrieben werden, sondern die gesamte Mobilität. Zeit für ein Umdenken.

In vielen Gesprächen, die ich rund um die Elektromobilität führe, geht es genau genommen nur teilweise um elektrisch fahrende Autos, sondern vielmehr um die Mobilität an sich. Dürfen wir es uns leisten, für zwei Handvoll Euro pro 100 gefahrenen Kilometern nachhaltig wertvolles Erdöl zu vergeuden? Ist es nicht ein Elend, dass in Städten mehr als zwei Drittel der Infrastruktur Autos und Lastwagen gehören und nicht Fußgängern? Wie lange hält die extrem einseitige Haltung, konkret in Städten an der Umwelt arbeiten zu wollen, dabei jedoch den Straßenverkehr weitgehend davon auszuklammern?

Die Elektromobilität als Aufhänger für neue Formen der Mobilität.

Ironischerweise ist es vor allem die Frage der Reichweite von Elektroautos, die in vielen Diskussionen dafür sorgt, die historischen und heutigen Formen der Mobilität weitgehend ungestraft hinterfragen zu können. Das bewusst umwelt- und reichweitenfreundliche Fahren ist bei erstaunlich vielen Elektroautofahrern der ausschlaggebende Punkt für weitergehende Gedanken und Ideen.

Und tatsächlich ist individuelle Mobilität noch sehr ausbaufähig und beruht auch heute noch vor allem darauf, dass fossile Treibstoffe verhältnismäßig günstig sind und einfach getankt werden können. Dreht man die Mobilitätswelt einmal radikal auf den Kopf, stellen sich sehr schnell ganz andere Fragen: Warum fährt man auch heute noch mit dem Auto in Ballungsräume, obwohl es öffentliche Verkehrsmittel gibt? Wie lässt sich der Pendelverkehr von Arbeitnehmern sinnvoller organisieren?

eBolide als kleine Ideensammlung.

Eine ganze Reihe von Ideen und Ansichten sind da in den letzten Monaten und Jahren aus Gesprächen und Diskussionen zusammengekommen, die ich gern niederschreiben und zur Diskussion stellen möchte. Ein wenig davon liest sich heute noch wie Science-Fiction, aber wenn man davon ausgeht, dass fast alles, was heute in Sachen Elektromobilität auf der Straße fährt, vor vielleicht zwanzig Jahren noch mehr als kühn gewesen wäre, ist etwas Fiktion für die Mobilität von Morgen nicht unbedingt schlecht, sondern schon immer ein buchstäblich guter Antrieb.

Es wird hier also zukünftig weniger Berichterstattung über aktuelle Geschehnisse im Elektroautomarkt geben, sondern mehr „Think Tank“ für Ideen und Strategien rund um die Mobilität der Zukunft. eBolide tritt also aus dem „Beta-Stadium“ heraus, um genau da zu bleiben, wo sich derzeit auch die Mobilität von Morgen befindet. Die Zukunft der Mobilität ist gar nicht so weit weg, wie wir das oftmals glauben.

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