Gibt Porsche nun elektrisch richtig Gas?

Gute Nachrichten aus dem Volkswagen-Konzern sind derzeit rar. Da macht eine spektakuläre Mitteilung der Porsche AG am gestrigen Freitag umso größere Wellen. Porsche möchte in den nächsten fünf Jahren den Heimatstandort in Stuttgart-Zuffenhausen weiter stärken und das mit einem reinen Elektromobil. Nicht weniger als den Einstieg in die Premiumklasse, so das Motto. Freilich eine Ankündigung, der nun erst einmal echte Herkules-Taten folgen müssen.

In seiner Sitzung am 4. Dezember 2015 hat der Aufsichtsrat der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG grünes Licht für die Entwicklung und Fertigung des Projekts „Mission E“ gegeben. Bis zum Ende des Jahrzehnts will Porsche hierzu eine neue Montage und Lackiererei an seinem Stammsitz aufbauen und mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze im Zuffenhausen und im Entwicklungszentrum Weissach schaffen. Ein Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Euro soll dafür in die Hand genommen werden, um bei Porsche ein „neues Kapitel in der Sportwagengeschichte“ aufzuschlagen, so Vorstandsvorsitzender Dr. Oliver Blume.

Die Konzeptstudie des „Mission E“ wurde auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main präsentiert, die dort vor allem mit ihrem „hoch emotionalen Design“ des Viersitzers bei den Besuchern punkten wollte. Die nun jetzt veröffentlichten, ersten Rahmendaten des „Mission E“ lesen sich zumindest solide:

  • Systemleistung von 440 kW (rund 600 PS)
  • Elektrische Reichweite von mehr als 500 Kilometern
  • Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter 3,5 Sekunden
  • Kabelgebundene 800-Volt-Ladeeinheit für Schnellladungen von 80 % der Batteriekapazität in 15 Minuten
  • Optionale Ladeeinheit per Induktion

Auch wenn tunlichst jegliche Angaben über einen möglichen Kaufpreis vermieden werden, darf man getrost davon ausgehen, dass das Porsche-Elektromobil satt im sechsstelligen Euro-Bereich landen wird.

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