Ein Tesla Model S gegen einen Ferrari 575.

Das Drehmoment elektrischer Antriebe ist einer der größten Reize, die elektrisch angetriebene Autos ausüben. Während herkömmliche Verbrennungsmotoren die Motorleistung erst nach und nach aufbauen können, stellen Elektromotoren eine angeforderte Maximalleistung nahezu sofort zur Verfügung. Das hat ein Besitzer eines Tesla Model S dazu genutzt, um einmal gegen den Fahrer eines Ferrari 575 einen Vergleich im Kavalierstart anzutreten.

Zugegeben, der Kampf ist ein Kampf zwischen Titanen. Der Ferrari 575 ist ein Ungetüm mit einem wahren Triebwerksmonster: 12 Zylinder mit einem Gesamthubraum von 5,7 Litern bringen eine Maximalleistung von 515 PS (379 kW) auf den Antriebsstrang und beschleunigen das Geschoss auf maximal 325 Kilometer pro Stunde. In der Drehmoment-Königsdisziplin beschleunigt der Ferrari 575 von 0 auf 100 km/h in schlappen 4,3 Sekunden und dabei liegt dann ein Maximaldrehmoment von 589 Newtonmetern an.

Dass ein Vergleich keineswegs mit völlig ungleichen Duellierern stattfindet, zeigen die vergleichbaren Leistungsdaten eines Tesla Model S in der 85-kWh-Ausführung mit „Performance“-Software. Hier liefert der Elektromotor eine Maximalleistung von 700 PS bzw. 515 kW, allerdings weitgehend linear und mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 240 Kilometer pro Stunde. Das ergibt dann ein Maximaldrehmoment von 930 Newtonmetern – ein Drehmoment, das ohne Zügelung problemlos jeden Reifen und Felge in kürzester Zeit in Rauch aufgehen lassen würde.

Der zugegeben nicht ganz unter wissenschaftlichen Voraussetzungen durchgeführte Vergleichs-Kavalierstart, den ein Filmer auf YouTube hochgeladen hat, geht jedenfalls voll zugusten des Tesla Model S. Und zeigt bei der Gelegenheit auch sehr anschaulich, wie richtig heftiges Drehmoment aussieht.

In einer Disziplin ist der Ferrari 575 allerdings deutlich besser: Das bis 2006 gefertigte Modell gibt es als Gebrauchtwagen deutlich günstiger, als den Tesla.

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