Teslas ambitionierte Pläne zu seiner geplanten Batteriefabrik

Zweifellos steht und fällt das Segment der reinen Elektrofahrzeuge mit dem verwendeten Energiespeicher. Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge brauchen eine leistungsfähige, zuverlässige und vor allem liefersichere Batterie. Der kalifornische Elektroautohersteller Tesla Motors hat dies schon früh erkannt und dort arbeitet man schon seit einer Weile an Plänen, eine eigene Batteriefabrik aufzubauen. Nun hat Tesla ein Papier mit einigen Zahlen veröffentlicht und die Planzahlen lesen sich mehr als spektakulär.

Was Tesla unter dem Projektnamen „Gigafactory“ plant, ist nicht weniger als eine Revolution in der Akku-Industrie. Mit dieser Fabrik, die ab dem Jahre 2017 produktionsbereit sein will, möchte Tesla auf einer Produktionsfläche von rund einem Quadratkilometer mit etwa 6.500 Mitarbeitern jährlich Akkuzellen der neuesten Technologie mit einer Gesamtkapazität von 35 Gigawattstunden produzieren – in etwa die Menge an Akkus, die im Jahr 2013 alle Akkuhersteller weltweit produziert haben.

Tesla Motors

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Selbst wenn man die bisherigen Wachstumsraten in der globalen Akkuproduktion – die derzeit zwischen 10 und 20 % jährlich betragen – so bis zum Jahre 2020 hochrechnet, dann wird Tesla beim angepeilten Produktionsstart dennoch sofort als der größte Akkuproduzent weltweit einsteigen und den Markt dominieren. Tesla selbst rechnet damit, dass der durchschnittliche Akkupreis für 1 Kilowattstunde, der derzeit bei etwa 180 US-Dollar liegt, allein im ersten Produktionsjahr der Gigafactory weltweit um 30 % sinken könnte. Das ist eine deutliche Kampfansage an die mächtige Akkuindustrie, die vor allem im asiatischen Raum beheimatet ist.

Mit dem Bau der Gigafactory soll noch im Jahr 2014 begonnen werden, nachdem der endgültige Standort innerhalb der USA gefunden ist. Die Fabrik soll bis Ende 2015 stehen, 2016 mit Produktionseinrichtungen versehen werden und 2017 mit der Produktion beginnen. Für das Jahr 2020 plant Tesla eine Akkuproduktion für sage und schreibe 500.000 Elektrofahrzeuge. Zum Vergleich: Für das Jahr 2014 peilt Tesla mit seinen bestehenden Kapazitäten eine Fahrzeugproduktion von 35.000 Einheiten an, immerhin schon ein Wachstum von 55 % gegenüber dem Jahr 2013.

Tesla ist auf Kurs

Und selbst wenn man auf die verlockende Idee kommen würde, die Pläne für die Gigafactory als Hirngespinste abzutun – Tesla ist auf Kurs und überzeugte vor zwei Tagen mit seinen Zahlen aus dem 4. Quartal 2013 abermals mit grundsoliden Quartalsergebnissen. Genau 6.892 Einheiten des einzigen Modells, dem Model S, wurden weltweit verkauft. Der Gesamtumsatz des Unternehmens für das Jahr 2013 verfünffachte sich auf 2 Milliarden US-Dollar, während der Verlust in gleichen Dimensionen auf 74 Millionen US-Dollar schrumpfte. Der Aktienkurs des Unternehmens liegt derzeit bei rekordverdächtigen 253 US-Dollar pro Stück, das entspricht gegenüber dem Kurs vor einem Jahr einer Wertsteigerung von rund 650 %.

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