Pläne zur PKW-Maut: Keine Maut für Elektroautos

Die Einführung einer allgemeinen PKW-Maut scheint in Deutschland nicht mehr eine Frage des Ob zu sein, sondern eine Frage des Wann. Nachdem im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD festgehalten wurde, dass eine PKW-Maut kostenneutral für Besitzer von in Deutschland angemeldeten Autos sein soll, führt kein Weg an einer Staffelung vorbei, die sich logischerweise an einem der Fixkosten für alle in Deutschland angemeldeten Fahrzeugen richten muss – der KFZ-Steuer.

Ein einheitlicher Preis für eine PKW-Maut muss schon daran scheitern, dass es genügend Fahrzeuge in Deutschland gibt, die deutlich weniger als 100 Euro an jährlicher KFZ-Steuer bezahlen; 100 Euro waren einst als Diskussionsgrundlage für eine jährliche PKW-Maut für Autos im Gespräch. Da aber die KFZ-Steuer aus einer Kombination von Hubraumgröße und durchschnittlichem CO2-Ausstoß berechnet wird, würden vor allem kleine und effiziente Fahrzeuge über Gebühr belastet. So fährt beispielsweise ein Opel Astra, Baujahr 2007 mit einem 1.3-Liter-Benzinmotor und einem CO2-Ausstoß von 142 Gramm pro 100 Kilometer für 94 Euro KFZ-Steuer auf deutschen Straßen. Noch viel stärker benachteiligt würden allerdings reine Elektroautos ohne zusätzlichen Verbrennungsmotor, die von der KFZ-Steuer für zehn Jahre nach deren Erstzulassung befreit sind.

Der jetzige Stand der Planung im Ministerium von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sieht nun auch bei der PKW-Maut eine Staffelung vor, die bei kleineren Fahrzeugen eine entsprechend günstigere Jahresgebühr vorsehen soll. Für Elektroautos mit Befreiung von der KFZ-Steuer ist gar eine vollständige Befreiung von der PKW-Maut im Gespräch. Das wäre zumindest ein weiterer, kleiner Anreiz für Käufer von Elektrofahrzeugen, der im Prinzip den Einspareffekt durch den Wegfall der KFZ-Steuer verdoppeln würde.

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