Eine Erfolgsgeschichte: Nissan liefert 100.000 Leaf aus

Im immer noch kleinen Markt der reinen Elektroautos gehört der Nissan Leaf inzwischen zu den Veteranen und zwar zu den erfolgreichen. Einst im Jahr 2009 vorgestellt und seit 2010 im regulären Verkauf hat Nissan im Januar den einhunderttausendsten Nissan Leaf ausgeliefert.

Wird über Elektroautos gesprochen, landet der Nissan Leaf schnell in der undankbaren Schublade der eher etwas langweilig aussehenden Elektroautos. Und auch wenn der Nissan Leaf mit einem rundlichen und wenig zeitlosen Design daherkommt – er führt eine lange Tradition von Nissan in Sachen Elektromobilität an und vor einigen Tagen wurde das einhunderttausendste Exemplar gefeiert und damit ist der Nissan Leaf aktuell das meistverkaufte Elektroauto aller Zeiten, während bei den meisten anderen Autoherstellern das Elektroauto noch als Konzeptfahrzeug von Ausstellung zu Ausstellung gerollt wird.

Mit seinem 80-Kilowatt-Antrieb (109 PS) und einer Batteriekapazität von 24 Kilowattstunden schafft der Nissan Leaf nach Angaben von Nissan eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern nach gängigen Messverfahren. Das sicherlich auch deshalb, weil der Antrieb des Nissan Leaf eher in der Mittelklasse der Elektromobile angesiedelt ist. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 145 Stundenkilometern und einem maximalen Drehmoment von 280 Newtonmetern ist beim Leaf verhältnismäßig wenig von den nahezu linearen Leistungskurven von Elektroantrieben zu sehen. So braucht der Leaf auch eher behäbige 11,3 Sekunden, um von Null auf 100 Stundenkilometern zu beschleunigen.

Doch die reinen technischen Werte sind es nicht, die den Nissan Leaf – völlig zu recht – an die Spitze der meistverkauften Elektroautos gebracht haben, sondern der Wille von Nissan, nach vielen Konzeptfahrzeugen auch serienmäßig ein reines Elektrofahrzeug mit höheren Stückzahlen zu produzieren und weltweit über ein normales Händlernetz zu vermarkten. Und das zu annehmbaren Preisen – zur Markteinführung in Deutschland im April 2012 stieg der Nissan Leaf mit einem Startpreis von 36.990 Euro ein. Eine Kundenzufriedenheitsquote von sagenhaften 95 Prozent sei da nur am Rande erwähnt, obwohl natürlich Besitzer von Elektrofahrzeugen die eindrücklichsten Botschafter der Elektromobilität sind.

Der einhunderttausendste Nissan Leaf wurde im britischen Sunderland gebaut und an einen Zahnarzt im ebenfalls britischen Hampshire verkauft. Dieses „Sondermodell“ mit der höchsten Ausstattung wurde zusätzlich um über 100.000 „Zubehörteilen“ ergänzt, nämlich mit 50.000 Zwei-Pence-Münzen und nochmal so vielen Zwei-Cent-Münzen, die auf das Fahrzeug geklebt waren. Dieses zusätzliche Gewicht von 500 Kilometern hat aber nicht nur eine symbolische Bedeutung, sondern eine ganz praktische: Jede Zwei-Pence-Münze steht genau für die Fahrtkosten pro gefahrener Meile.

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