Tesla will selbst Akkus bauen

Der US-amerikanische Elektroautohersteller Tesla Motors möchte mittelfristig selbst in die Akkuproduktion einsteigen und die Produktion von Hochleistungsakkus ankurbeln. Entsprechende Pläne kündigte Tesla-CEO Elon Musk in einer Analystenkonferenz an und sparte dabei auch nicht mit entsprechenden Superlativen.

Wenn Elon Musk etwas zur Zukunft von Tesla und der Elektromobilität sagt, dann fliegen große Zahlen und Visionen. So auch bei einer Analystenkonferenz im Rahmen der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal 2013. Dort kündigte Musk an, dass der kalifornische Autohersteller mittelfristig Akkus für seine Autos selbst produzieren wolle, um die Nachfrage für seine Fahrzeuge zu stillen. Zwar hat Tesla vor kurzem mit Panasonic einen Vertrag über die Lieferung von 1,8 Milliarden Akkuzellen in den nächsten vier Jahren abgeschlossen, Musk sieht jedoch die Gefahr, dass auch diese Liefermenge für die Nachfrage in den nächsten Jahren nicht ausreichen wird. „Es hat keinen Sinn, die Nachfrage zu vergrößern, wenn wir nicht genug produzieren, um die Nachfrage zu befriedigen“, so Musk.

Das Ziel von Musk ist dabei, dass diese Akkufabrik der gesamten weltweiten (!) Produktion von Lithium-Ionen-Akkus entsprechen solle. In dieser Fabrik sollen zudem nicht nur neue Akkus gebaut werden, sondern auch alte Akkus aufgearbeitet werden. In Sachen Umweltschutz soll diese Akkufabrik ebenfalls Maßstäbe setzen; man will ohne Schadstoffemissionen auskommen und auf Energie aus regenerativen Quellen setzen.

Die Ergebnisse des dritten Quartals 2013 indes sind nicht ganz so rosig. Anstatt dem von Analysten erhofften Absatz von 7.000 Fahrzeugen setzte Tesla weltweit nur 5.500 Einheiten seines einzigen Modells, dem „Model S“ ab. Im Gegenzug lag der Quartalsumsatz bei 431 Millionen US-Dollar und der Verlust konnte von 111 Millionen auf immerhin 38 Millionen US-Dollar eingedämmt werden.

Im laufenden Quartal sollen 6.000 Fahrzeuge abgesetzt werden, was zu einem Jahresabsatz von 21.500 führen würde. All diese Nachrichten reichten jedoch nicht aus, um dem Tesla-Aktienkurs am heutigen Tage Auftrieb zu geben: Der derzeit extrem volatile Kurs der Aktie liegt derzeit mit einem Kaufpreis von rund 150 US-Dollar an der US-Börse NASDAQ fast 15 Prozentpunkte niedriger, als gestern.

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